Bei meinen Recherchen zu dem Amoklauf in Winnenden fiel mir auf, dass es meist die Erwachsenen sind, die erklären, was in unseren Kindern vorgeht...
In den Medien überschlugen sich die Meinungen zu Präventivmaßnahmen, es war die Rede von Waffengesetze verschärfen, Computerspiele verbieten und mehr Sicherheit an Schulen…

WER FRAGT EIGENTLICH DIE KINDER, WAS SIE WIRKLICH BRAUCHEN?
Aus diesem Ansatz heraus entstand das Projekt Die Stimmen unserer Kinder

Symptome analysieren oder Ursache erforschen

Oft werden „nur“ die Symptome untersucht, doch die Ursache einer solchen Tat bleibt meist ein Geheimnis. Um einen tieferen Einblick in die Erwartungen, Bedürfnisse, Wünsche und Nöte unserer Kinder zu bekommen, entstand dieses Projekt. Ich möchte einen Beitrag leisten, der letztendlich den Kindern und Jugendlichen dienen soll. Was geht in ihren Köpfen und vor allen Dingen in ihren Herzen vor? Ich erstellte einen Fragebogen mit sieben Fragen für die Schüler und einen Fragebogen für die Lehrer. Damit gehe ich in allen 16 Bundesländern an je fünf verschiedene Schulen. In einer Spezialunterrichtsstunde beantworten Schüler zwischen 14 und 17 Jahren Fragen wie „Was macht Dich glücklich“ und „Vor wem hast Du Respekt“. Die Antworten werden dokumentiert und in einem Buch veröffentlicht. Ich möchte den Jugendlichen eine Plattform geben, ihre Stimmen sollen gehört werden. Authentisch und unverfälscht. Es geht mir nicht um Statistiken, Politik und Psychoanalysen. Vielmehr soll die individuelle Welt unserer Kinder genauer beleuchtet werden.

So viele wie möglich erreichen

Um einen kollektiven Querschnitt der Stimmen unserer Kinder zu erhalten, wähle ich verschiedene Schultypen für meine Umfrage. Ich besuche Hauptschulen, freie Schulen, Gymnasien, Realschulen und  Eliteinternate.

Die Stimmen unserer Kinder sollen alle Menschen erreichen. Was bewegt sie, was brauchen sie wirklich? Die bis jetzt gesammelten Stimmen erstaunen mich. Einige erfreuen mich, andere machen mich traurig und nachdenklich …

Das Ziel

Diese Initiative bietet Möglichkeiten und Anregungen, die Welt unserer Kinder besser zu verstehen. Eigene Handlungen und Ansichten zu reflektieren und zu überdenken.

Es wird die Möglichkeit geschaffen, anhand der gesammelten Kinderstimmen sinnvolle Projekte zu initiieren, die wiederum den Kindern und der Gesellschaft dienen.

Den Kindern ermöglicht das Projekt, GEHÖRT zu werden.

Wenn jeder über die Antworten dieser Jugendlichen nachdenkt und sie als Anstoß nimmt, die eigenen Reaktionen und Handlungen zu überdenken, zu hinterfragen, zu reflektieren – dann ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung getan!